An Tagen wie diesen…
…wünscht man sich Unendlichkeit, da haben die Toten Hosen schon recht.
Wenn man darüber nachdenkt, dass man 248km mit dem Rennrad durch`s Ried fahren will.
Am Sonntag, den 29.04.12 war es wieder soweit: der TUS Griesheim rief zum Rhein-Flach und eigentlich dachten wir uns, dass wir diesem Ruf nicht mehr folgen. Doch als Enno (der Stammesälteste des TUS) Ende Dezember eine Mail schickte, mit der Info, dass es eine neue Strecke nicht wie üblich mit 210km sondern 240km geben sollte (es wurden dann doch 248km), warfen wir all unsere Zweifel über Board und meldeten uns direkt für die XL Strecke an.
Der Tag fing schon gut an. 04.20 Uhr sollte der Wecker klingeln, tat er aber nicht…um 4.57 Uhr wurden wir wach und saßen um 5.19 Uhr im Auto Richtung Griesheim. Mit einem deutlich zu niedrigen Koffeinlevel standen wir pünktlich um 6.30 Uhr am Start zu Gruppe 30XL2!
Unsere Startnummern hatte Rolf schon abgeholt, der hatte ja nicht verschlafen!
Die erste Runde durch`s Ried lief wirklich gut. Die Gruppe war sehr homogen. Am Anfang fuhren die Führungsfahrer vom TUS im Wind, danach gingen alle (sofern sie wollten) nach vorne.
Die Verpflegungsstellen waren wie immer gut organisiert und es hat alles gepasst, obwohl der Zeitplan des TUS wirklich knapp gesetzt war. Schließlich wird der Marathon im geschlossenen Verband gefahren und es waren einige Gruppen mit unterschiedlichen Richtgeschwindigkeiten unterwegs. Bis zum Nudelessen in der Mittagspause schafften wir unseren 30er Schnitt ganz locker. Aber schon als wir Griesheim zu 2. Runde verließen, merkten wir schon, dass der Wind deutlich aufgefrischt hatte. Aus Wind wurde Sturm und bei Böen zeriss die Gruppe immer wieder. Aber wir schafften unser Tagesziel sogar über dem geplanten Schnitt (31km).
Leider gab es in unserer Gruppe auch Verluste.
Ein Radsportler musste nach einem Sturz mit dem Krankenwagen weiterfahren, der Rest kämpfte sich auf den Rädern zurück nach Griesheim.
Danke an den TUS für die gute Organisation und den leckeren Kuchen.
Aber einen Wehrmutstropfen gibt es noch. Dieses Jahr gab es bei der Startnummernrückgabe kein alkoholfreies Weizen!
Mensch Enno, wenn ihr kein alkoholfreies mehr hattet, wir hätten doch auch ein normales genommen!
Bis nächsten Jahr in Griesheim.
…und es geht schon wieder Los!
Saisonauftakt 2012 bei der Tour d `Energie in Göttingen!

Am Samstag früh fuhren wir mit unseren Rädern im Gepäck nach Göttingen.
Tom (ein guter Radfreund, den Timo in Bimbach kennengelernt hatte) nahm uns herzlich bei sich auf und zeigte uns erst mal zu Fuss die Stadt. Uns folgten am Samstag noch Zwei weitere Pedaliero's, den Rest der Sitzenbleiber sollte am Sonntagmorgen kommen.
Eigentlich war schon ein Einrollern geplant, das wollte aber das Wetter nicht, stattdessen bevorzugten wir bei ständigen Schauern selbstgebackenen Kuchen von Tom.
Die Schauer und die Wetterprognose ließen nichts Gutes hoffen „ Das wird schon“.
Doch Tom`s Optimismus machte sich bezahlt: am Sonntagmorgen war es immerhin trocken, ja fast schon richtig sonnig.
Mit äußerst gemischten Gefühlen gingen wir (ich glaube nämlich Timo hat ähnlich gefühlt) an den Start unseres ersten Rennradrennens. Da wir bisher noch keine Zeiten vorweisen konnten mussten wir aus Startblock “F” starten, bei “H” war Ende!
Um 10.45 Uhr ging es auf die 100km lange Strecke (1100hm). Anfangs war es doch etwas unruhig, schließlich mussten wir uns erst mal etwas nach vorne kämpfen. Bei fast 2000 Startern und die meisten davon vor uns war das gar nicht so einfach. Das frei fahren zog sich Fast über die erste Hälfte der Strecke. Aber bereits am ersten Berg konnten wir Dampf machen. Hat auch Vorteile von hinten starten zu müssen, da es ein schönes Gefühl ist, das Feld von hinten aufzuräumen!
Wir haben uns gut gefühlt und sind auch die so gefürchtete Bergwertungs-Strecke gut hoch geradelt. Der Wind hat es nicht wirklich gut gemeint mit uns, dafür war es bei uns aber trocken! Andere hatten da weniger Glück einige erwischte noch Hagel und starkregen auf der Strecke.
Nach guten 3 Stunden sind wir gemeinsam über die Ziellinie gefahren und haben schnell gemerkt, dass wir eigentlich auch schneller hätten fahren können. Wir sind Langstrecken trainiert, da ist es schwierig einzuschätzen, wie schnell man fahren kann.
Aber es war schließlich Premiere und wir sind wirklich zufrieden.
Nach dem Rennen ging es schnell zu Tom-es hat angefangen zu regnen, egal der Grill wurde angeschmissen und mit den anderen Sitzenbleibern in der warmen Küche gegessen.
Danach war wieder Aufbruchsstimmung-schließlich mussten wir noch knapp 300km Auto fahren. Doch zuvor hat Tom noch die Ergebnislisten gecheckt: ich könnte mit in den A... beißen: 3. Platz in meiner Altersklasse, trotz Startblock “F” und die Siegerehrung verpasst. Dann auch noch die Ergebnisliste der Bergwertung: Gesamtdritte und die Siegerehrung verpasst!
Egal, es war ein super Saisonauftakt-für uns beide.
Und vielen Dank an Tom-wir kommen wieder!
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Ein grünes Einzelstück! Dank der Lackierkunst von Mario Infuso
